Mittwoch, 5. Januar 2011

FLORIDA

Florida


at the beach with the car
Daytona Beach
Motel
Amazing Christmas Eve meal
once more our Motel
12/24/2010: 0200am Abfahrt gen Süden – Adrian, Dra, Martin und ich brechen auf um Weihnachten und Silvester in Florida zu verbringen.  Allerdings werden wir nicht allein bleiben. Benjamin, Christian und Miriam von AFCO – ein Joint-Venture zwischen Bosch und Denso – werden noch nachkommen. Nach ca. 3h Fahrt stell ich bei der ersten Pause fest, dass sich mein Geldbeutel nicht an der erwarteten Stelle befindet. Also rufe ich die AFCOs an, dass sie noch bei uns an der Wohnung vorbeifahren, bevor sie dann wirklich Richtung Süden aufbrechen. Natürlich lässt sich der Geldbeutel nicht in meinem Zimmer finden (unser dritter Mitbewohner, Tobias, war so freundlich und hat die Tür geöffnet) und auch nicht woanders in der Wohnung. Ich musste dann feststellen, dass der Geldbeutel sich aus nicht erklärlichen Gründen in meiner Jackentasche war. Weiß bis heut nicht, wie er da hingekommen ist. Wie auch immer, so blieb mir ein jähes Ende des Urlaubs erspart. ;) Nun sind wir also an Heilig Abend zur Mittagszeit in Daytona Beach am gebuchten Motel angekommen. Bisher kannte ich Motels nur aus Filmen. Meistens sind es etwas runtergekommene Zimmer mit etwas verschlafenen Betreibern – also so wie man es sich vorstellt. Zuerst haben wir dann zu viert eine kleine Wanderung Richtung Subway (unser liebstes Fastfoodrestaurant; hier bekommt man viel mehr Grünzeug für nicht mal $5.50 ;)) unternommen und anschließend haben wir eine Runde mit unserem Mietwagen über den Strand unternommen, wofür Daytona Beach bekannt ist. Dafür gibt es extra einen Richtung Wasser abgesperrten Fahrstreifen. Im Anschluss kamen dann auch schon die Afcos, die dann noch allein eine Stadttour unternommen und auch schon mal nach einem würdigen Restaurant für den Heiligen Abend Ausschau gehalten haben. Wir vier waren in der Zeit in unserem Motelzimmer und haben ein verdienten Mittagsschlaf und gemütliche Schwätzchen gehalten. Gegen 1800 Uhr haben wir uns dann entschieden zum Weihnachtsessen los zu ziehen. Leider war in Daytona selbst alles ausgestorben und deshalb sind wir die Promenade am Strand entlang gefahren bis wir ein typisch amerikanisches Diner gefunden haben. Das Essen dort hat sich als großartig herausgestellt und war somit voll und ganz Heilig Abend-tauglich. ;) Auch wenn das dieses Mal eine ganz andere Erfahrung war, Weihnachten ohne Familie zu verbringen und ich das typische Weihnachten eigentlich genieße (v. A. seit dem man sich immer seltener sieht), war es doch mal entspannt Heilig Abend ganz unkonventionell zu verbringen. Auch in der Vorweihnachtszeit kam bei mir nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf. Wahrscheinlich weil die gesamte Umgebung hier so ungewohnt ist. Was auch noch recht angenehm war, dass der morgendliche Geschenkekaufmarathon an Heilig Abend das erste Mal entfiel. ;) Nach dem Essen hatten wir alle zuerst noch vor, noch um die Häuser zu ziehen. Als wir allerdings die ersten Bars ausgemacht haben, hatten wir immer weniger Lust und haben uns letztendlich dazu entschieden, den restlichen Heilig Abend in unserem Motelzimmer zu siebent zu verbringen.
American way of living

Am nächsten Morgen bin ich als erste aufgestanden und konnte es mir nicht nehmen lassen am Strand barfuß laufen zu gehen. Ich hab extra keine Schuhe mitgenommen, da das Motel in der zweiten Reihe zum Strand gelegen war. Nach der Erfahrung letztes Jahr auf Mallorca, als ich nach 15 km barfuß Laufen am Strand eine sandgefüllte Blase über den kompletten großen Zeh hatte, dachte ich mir, ich tret mal kürzer. Leider waren 5 km auch schon zu viel und ich hatte dann wieder drei Blasen am rechten Fuß und dieses Mal eine blutgefüllte Blase am großen Zeh. Das war es aber wert. ;) Anschließend sind wir dann mit unseren beiden Autos losgefahren Richtung Miami. Halt haben wir noch in Fort Lauderdale gemacht. Dort sind die ersten schon in den Atlantik gesprungen, da sie nicht mehr warten konnten.
taking pictures in Fort Lauderdale

Fort Lauderdale

Miami Beach
Sunny road trip
Nachmittags sind wir dann in Miami Beach an unserem Hostel angekommen. Hostels sind übrigens prima und ich kann es jedem, der es noch nie ausprobiert hat, nur empfehlen. Nachdem wir uns nochmal alle ausgeruht haben, sind wir zum Essen losgezogen um für den weiteren Abend gestärkt zu sein. Wir haben uns einige Bars empfehlen lassen, die wir dann alle einmal ausprobiert haben. 
obviously: Ocean Dr
Room mates with new hoodies

Für den nächsten Morgen hatten wir uns eigentlich was Anderes überlegt gehabt. Da das Wetter aber nicht mitgespielt hat, haben wir uns zunächst den weltberühmten Oceandrive angeschaut und sind anschließend nach Miami Downtown gefahren. Wo wir dann richtig gefroren haben, da wir die einzigen in Shorts und Shirt waren. Deshalb haben wir uns auch alle gleich mit langen Sachen eingedeckt, damit wir etwas weniger frieren mussten. Als wir wieder im Hostel waren, haben wir uns informiert, was das Hostel für den Abend geplant hat (die Hostelleitung handelt mit Clubbesitzern vergünstigte Tarife aus, wenn sie eine Menge Leute anschleppen). Die Abendplanung hat sich prima angehört, also haben wir uns entschlossen, uns der Gruppe anzuschließen.
lazy alligator in the Everglades

typisch Touri
Everglades
Am nächsten Morgen ging es dann schon früh weiter um rechtzeitig in den Everglades (Nationalpark der im Sumpfgebiet liegt und Heimat der Alligatoren ist) anzukommen. Nach dem wir unseren Eintritt bezahlt haben, haben wir uns erst einmal schnell einen Überblick verschafft und uns dann entschlossen alle Trails abzufahren und auch abzulaufen. Die Trails waren jeweils Rundwege mit jeweils einer Länge von knapp einer Meile. Interessant war, dass die Landschaft recht unterschiedlich bewachsen war. Zum Einen gibt es dort das Sumpfgebiet, das typisch mit Gras bewachsen ist, zum Anderen gibt es die Pinienwälder und außerdem noch sehr dicht bewachsene Mischwälder, die schon fast urwaldartig aussahen. Miriam und Christian haben sich am Ende entschieden, eine andere Bootstour zu machen und nicht mit uns die fanboat Tour zu machen. Also sind wir fünf (Bosch und Benjamin von den Afcos) allein zur Alligatorfarm mit Alligator- und Schlangenschau, was sich als sehr tourimäßig herausgestellt hat, gefahren. Aber die fanboat Tour hat Spaß gemacht. Ein fanboat ist ein Boot, das von einem großen Ventilator angetrieben hat und somit kaum Tiefgang hat und deshalb im grasbewachsenen Sumpfgebiet problemlos bewegt werden kann.
fan boat tour with Adrian

Am Abend haben wir uns von den Afcos nach einem gemeinsamen Abendessen beim Mexikaner getrennt, da sie nochmal nach Miami fahren mussten, um Chrissi (Miriams Freundin) abzuholen. Chrissi ist Momentan zu Besuch aus Deutschland zu Besuch hier und kam an dem Tag in Miami an. Eigentlich sollte noch Christians Freund, Sebastian, ankommen. Er saß leider noch in Philadelphia wegen Winterwetter fest.

Key West
Am nächsten Morgen, mittlerweile schon Dienstagmorgen, sind wie vier Boschler Richtung Key West zu unserem Couchsurfinghost, Bill, aufgebrochen. Zur Mittagszeit waren wir auch schon bei ihm. Zuerst hat er uns zum Mittagessen geführt. Er hat eine Restaurantkette ausgewählt, die 24/7 geöffnet hat und eine sehr große Auswahl an verschiedensten Essen hat und deshalb schnell zu unserem Stammrestaurant wurde. Nach zwei Nächten Aufenthalt in Key West hatten wir fünf Essen auf dem Konto. ;) Frisch gestärkt haben wir dann zuerst die Afcos zu Bills Haus gelotst, da er uns eine Rundtour mit unserem Mietwagen geben wollte. Also saß er bei uns im Auto und hat Geschichten über Key West und sein Leben erzählt, was für die Afcos weniger spannend war, da die ja nicht bei uns im Auto saßen. Nach dem wir dann den Sonnenuntergang am Strand begutachtet hatten, haben wir entschieden, nach einer gemütlichen Runde auf der Veranda zur Drag Show (eine Show wo als Frauen verkleidete Männer verschiedene Lieder performen und Dollarbills entgegennehmen) weiter zu ziehen. Die Show hat sich als voller Erfolg erwiesen, weshalb wir danach noch gleich weiter in die nächste Bar gezogen und erst morgens ins Bett gekommen sind.
the Bosch guys standing in the right sequence in the sun set of Key West

Bill wohnt in seinem Haus nicht allein. Momentan hat er in seiner drei Zimmer Wohnung noch vier weitere Mitbewohner. In einem Zimmer wohnt ein Pärchen mit Hund. Im nächsten Zimmer wohnt ein Kerl und im Wohnzimmer ein Couchsurfer, der sich kurzerhand entschieden hat, doch länger als zwei Nächte in Key West zu bleiben. Mittlerweile wohnt er schon seit zwei Monaten bei Bill und hat zwar einen Job, hält es aber nicht für nötig, sich zu beteiligen.
Bill's home

Am nächsten Morgen war das Wetter endlich, wie man sich es für Miami vorstellt und es war Strand angesagt. Also sind wir nachdem wir ausgeschlafen hatten und uns bei Denny’s mal wieder gestärkt hatten, direkt zum Strand gefahren. Das Wasser war erfrischender als erwartet, aber Baden war wir trotzdem fast alle – wenn auch nur kurz. Mittags sind wir dann alle eingeschlafen und aufgewacht, als die Sonne hinter den Wolken verschwunden war, da es kalt und ungemütlich war. Also sind wir aufgebrochen und sind noch etwas durch die Stadt gezogen. Abends bei Denny’s waren wir dann endlich vollständig, da Sebastian aus Miami mit dem Bus angereist war. Key West gilt übrigens als Schwulenhauptstadt in den USA. 
Drag Show

bonfire
Das heißt alle Leute sind sehr openminded und offen gegenüber anders Gesinnten. Dort gibt es auch Bars, wo man auf der Dachterrasse nackt sein Bier genießen kann. Abends haben wir Bills backyard so hingerichtet, dass wir ein ordentliches Feuer machen und den Haustrunk genießen konnten. Im Anschluss sind wir dann noch mal zur Bar losgezogen. Leider habe ich mich dann nicht dazu entschlossen meine Kamera aufzuladen. Weshalb dann am nächsten Morgen die hintere Seitenscheibe an unserem Mietwagen eingeworfen war und die Tasche mit meiner Sonnenbrille, Ersatzbrille, Kameraladegerät und Weihnachtsgeschenken gefehlt hat. Also mussten wir erst mal Mietwagengesellschaft und Polizei anrufen, bis wir dann endlich den Mietwagen tauschen konnten. Leider hatten sie dort nur noch eines zur Auswahl und wir waren mit diesem Auto unzufrieden. Deshalb haben wir am Miami Intl Airport noch mal alles umgeladen und uns einen schönen Wagen geholt.

Miami Beach
Abends kamen wir dann wieder in Miami Beach an (mittlerweile der 12/30/2010). Im Hostel hat sich gezeigt, dass es nur eine Möglichkeit gibt, alle in einem Zimmer zu schlafen und zwar zu neunt in einem winzigen Achterzimmer. Wir haben uns aber entschlossen die Herausforderung anzunehmen und wollten erst noch eine zusätzliche Matratze in die Mitte zu legen. Letztendlich haben wir uns doch dagegen entschieden und die beiden Mädels haben gemeinsam in einem Bett genächtigt. Im Laufe des Abends haben wir uns dann mit Zimmernachbarn angefreundet mit denen wir dann gemeinsam losgezogen sind um Miami Beach weiter zu erkunden. Am nächsten Morgen, den 12/31/2010, war das Wetter endlich noch besser geworden, weshalb Benjamin, Dra und ich gleich Richtung Strand losgezogen sind, um dort den Tag zu verbringen. Im Laufe des Nachmittags kamen immer wieder Diskussionen auf, ob wir denn $100 Clubeintritt bezahlen wollen oder auf gut Glück losziehen und hoffen eine gute Alternative zu entdecken. Letztendlich haben wir uns dann dagegen entschieden. Eigentlich wollten wir dann $55 zahlen um Livekonzerte von Leona Lewis und Natasha Bedingfield und das Feuerwerk zu begutachten. Allerdings war dann der gesamte Oceandrive voll mit Leuten, weshalb wir uns dann entschieden haben, den Abend mit diesen Leuten zu verbringen und uns den Eintritt komplett zu sparen.
Am nächsten Morgen, hatte wir – die Boschler – uns dann schon entschieden, entgegen dem eigentlichen Plan, nach Anderson durchzufahren und nicht noch einmal zwischendrin Halt zu machen. Das war zunächst die Idee, da wir nur einen Fahrer gebucht hatten, da Fahrer unter 25 Jahren über $250 Aufpreis gekostet hätten.

Soweit mal 10 Tage Urlaub in Kurzform. Wer noch Fragen zu Details hat: nicht zögern zu fragen. ;) Ich hab mir den ganzen Text nicht noch einmal durchgelesen. Bin ganz froh, dass ich jetzt fertig bin und noch ne Runde auf ’s Rad kann heut Abend. Deshalb freut euch über Rechtschreib- und Grammatikfehler. ;)
Bis bald … mittlerweile sind nur noch 7 Wochen übrig für mich in den Staaten!

Montag, 29. November 2010

was bisher geschah & VEGAS

Was bisher geschah …
Ice Hockey


meine Art zu Golfen
MAULTASCHEN
mal wieder nicht getroffen ;)

So, nun ist es ja doch schon eine Weile her, dass etwas für euch Spannendes passiert ist. Wir waren an den letzten Wochenenden in Clemson unterwegs, hattenzwei Schwäbische Intermezzos (Dras Freundin Rike war da und hat Maultaschen mitgebracht und bei Aldi waren deutsche Wochen) und haben ein Wochenende das Greenviller Nachtleben erkundet. Ein Abend haben wir ein (langweiliges) Icehockeyspiel gesehen und waren hinterher noch in Bars unterwegs, wo Dra und ich dann unsere restlichen Internkollegen getroffen haben. Am nächsten Morgen sind wir direkt von unserem Bekannten, der bei BMW in Greenville arbeitet, zum nächstgelegenen Chinabuffet aufgebrochen. Wir mussten nur noch 5 Minuten bis 1100 warten. J Danach sind wir mit zwei Kollegen zum Golfen gefahren. Ich musste allerdings schnell feststellen, dass mir das keine große Freude bereitet und hab mich lieber in der Sonne breit gemacht. Nach einer 2stündigen Golfsession waren die anderen drei auch so weit um zum nächsten Allyoucaneat-Buffet aufzubrechen. Insgesamt also ein recht amerikanisches Wochenende. :P

nach der zweiten Station


 LAS VEGAS
Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, war Donnerstag letzte Woche in den USA  Thanksgiving, der größte Feiertag in den USA. Deshalb hatten wir alle von Donnerstag bis Sonntag frei. Dra und ich dachten uns, dass wir auf jeden Fall wegfahren müssen. Nach dem uns Interns ein Boschtrainee zu sich nach Hause nach Pittsburgh eingeladen hat und bekannt wurde, dass die Reisegruppe fliegen wird, haben Dra und ich mich entschieden, dass wenn wir schon fliegen, auch richtig fliegen können. Ich hatte Las Vegas schon zu Hause in Deutschland immer im Hinterkopf und Dra war von der Idee auch recht schnell begeistert. Also sind die meisten anderen Interns gen Norden nach Pittsburgh gereist, allerdings doch mit Mietwagen. Wir hatten dann aber schon unsere Entscheidung getroffen und uns konnte nichts mehr von diesem Plan abbringen.
Am Mittwoch letzte Woche war dann also noch ein ganz normaler Arbeitstag. Wobei normal auch relativ ist. Für Amerikaner ist Thanksgiving schon sehr wichtig. Jeder wünscht jedem ein ‚Happy Thanksgiving“ bevor man sich ins Wochenende verabschiedet. Der Manager unserer Abteilung (der Chef meines Chefs) hat die Abteilung nach der Mittagspause offiziell nach Hause geschickt zu einem very important appointment outside. Ich bin allerdings noch bis 1530 im Büro geblieben, da ich zum einen noch keinen Ride nach Hause zu unseren Apartments hatte und zum Anderen auch noch mein Projekt einen Schritt weiter bringen wollte bevor mein Chef, Martin, nach dem Wochenende nach seinem Bambergaufenthalt wieder im Büro erscheint.
Spaß mit Robert ;)
Nachdem wir dann noch Bargeld abgehoben hatten, da wir gehört haben, dass das in Vegas ganz schön teuer sein soll, sind wir um 1630 gen Atlanta gefahren um unseren Flug um 2155 anzutreten. Wir haben extra etwas mehr Zeit eingeplant, damit wir auch bei Thanksgivingverkehr rechtzeitig ankommen.
Um 2330 (Vegaszeit) waren wir dann auch schon an unserem Zielort und haben uns von einem Shuttle zu unserem Hotel, Imperial Palace, fahren lassen. Das Imperial Palace ist auf jeden Fall eines der billigsten Hotels auf dem Strip. Das war uns Studenten allerdings egal, da wir im Hotel sowieso am wenigsten Zeit verbringen wollten.
Aussicht vom neuen Balkon
Die erste Nacht war schon ziemlich schnell vorbei, da wir damit beschäftigt waren im hoteleigenen Polizeibüro Aussage zu leisten. Am Flughafen haben wir einen Kerl kennengelernt, der uns erklärt hatte, dass er in irgendeiner Band spielen würde und seine Bandmitglieder erst einen Tag später ankommen würden. Also haben wir ihm angeboten mit uns den Abend zu verbringen. Was zunächst auch sehr witzig und angenehm war. Er hat uns viel über die Lokalitäten auf dem Strip und einige Tricks erzählt. Allerdings waren Dra und ich schon immer sehr skeptisch und haben dem ganzen nicht ganz getraut. Als der Rezeptionist uns dann drei Schlüssel gegeben hat, war uns klar, dass wir aufpassen müssen. Irgendwann hat Robert, der Musiker, behauptet, er müsse mal Cash holen gehen und mit einer seiner 15 Kreditkarte gewunken. Als wir ihn allerdings nicht ausfindig machen konnten, sind wir Richtung Hotelzimmer losgestürmt und Dra hat ihn im Casino erwischt und erst einmal auf den Boden gehauen. Leider war ich zu der Zeit schon am Security desk um in Erfahrung zu bringen, ob jemand unsere Zimmertür in letzter Zeit geöffnet hatte. Ich war mir sicher, dass das mit den Chipkarten irgendwo registriert werden muss.
Dra hatte ja aber glücklicherweise Robert schon überwältigt. Er wurde aber selbst gleich von der Polizei festgehalten, da es wohl etwas auffällig war, wie er ihn direkt im Casino zu Fall gebracht hat. ;) Erst als er der Polizei klar machen konnte, dass er unser Geld gestohlen hat, haben sie ihn gefasst. Und Dra und Robert ins Büro gebracht. Ich bin kurz danach dazu gestoßen, nachdem ich von einem Officer aufgegriffen wurde. Dra hatte schon seine Aussage gemacht, also war nun ich an der Reihe und habe meine Sichtweise der Dinge erzählt. Wir wurden gefragt, ob wir Anzeige erstatten wollen, waren uns aber einig, dass wir zufrieden wären, wenn wir unser Geld wieder bekommen. Ansonsten hätten wir extra noch einmal nach Las Vegas reisen müssen.
Nach dem wir den ganzen Papierkram hinter uns gebracht haben und unser Geld bis auf 10$ (wir konnten sehr genau berichten, wie viel Geld es sein muss und in welchen Scheinen, da wir nur 10$-Scheine vom Automat bekommen hatten und uns vorher genau überlegt hatten wie viel Geld wir mitnehmen sollten) wieder hatten, konnte der Urlaub also endlich beginnen. J Dra und ich sind noch einmal losgezogen und haben noch andere Casinos getestet um dann um 0700 ins Bett zu steigen.
Freitagmorgen habe ich bis 1100 geschlafen, habe aber noch 2h aufmerksam der Musik vorm Hotelzimmer gelauscht und die ersten Eindrücke revuepassieren lassen bis mein Zimmerkollege auch ausgeschlafen hatte. Dann haben wir kurz beschlossen, was der heutige Tag für uns bringen sollte und haben uns fertig gemacht. Als erstes hatten wir vor, das Hotel Rio und das dazugehörende famose Worldbuffet zu testen. Nachdem wir herausgefunden haben, dass das Rio nicht auf dem Strip liegt, haben wir uns entschlossen die Strecke zu laufen, was für amerikanische Verhältnisse schon sehr weit und v. A. ungemütlich war. Aber uns wurde immer eingetrichtert, dass Taxis in Vegas unbezahlbar und Abzocke sind.
Nachdem wir also endlich gesund und hungrig im Rio angekommen sind, mussten wir feststellen, dass wohl mehrere Leute die Idee hatten, an Thanksgiving das Worlbuffet auszuprobieren. Insgesamt mussten wir also 1,5h anstehen. Um die lange Wartezeit und den Preis zu entschädigen haben wir uns viel Zeit gelassen um sicher zu stellen, dass wir auch genug von jedem Land probieren können. Um es kurz zu machen, der Abklatsch vom Deutschen Essen hat uns am besten geschmeckt. ;) Bevor wir uns auf den Rückweg machen konnten haben wir uns noch einmal am Roulette versucht. Nachdem ich 12$ verzockt hatte, habe ich für mich entschieden, dass das wohl nicht mein Glückswochenende ist und das Geld besser angelegt werden kann. Meine schwäbische Wurzeln kamen bei mir mehr durch als bei Dra. Er hat sein Glück noch ein paar Mal herausgefordert, aber leider auch nicht mehr als ich gehabt. Wenigstens haben wir herausgefunden, dass es vom Rio zu unserem Nachbarhotel einen kostenlosen Shuttleservice gibt, den wir natürlich gern genutzt haben. Laufen hätte ich nach dem Buffet sowieso nicht mehr können. ;) Abends haben wir uns auf den Weg gemacht um die Stadt und die Hotels in der Gegend noch etwas zu erkunden. Ich hab allerdings schon recht früh schlapp gemacht, weshalb wir dann am Donnerstag uns schon um 0200 verabschiedet haben und schlafen gegangen sind.
Am Freitag haben wir uns entschieden, das Buffet im Ceasers Palace zu testen.  Das hat sich als voller Erfolg erwiesen. Das war auf jeden Fall das beste Essen bisher in den USA. Und glücklicherweise kannte ich meine Grenzen schon viel besser als am Tag zuvor, weshalb es mir dieses Mal nach dem Essen viel besser ging und wir sogar noch die Poollandschaft und den Innenhof des Hotels auschecken konnten. Danach haben wir uns entschieden die Aussicht über Vegas vom Stratosphere Tower zu genießen. Wir mussten dafür allerdings bis ans Ende vom Strip laufen (für die Leute, die noch nie was von Vegas gehört haben: das ist die Vergnügungsmeile wo die tollsten größten Hotels zu finden sind), was ca. 40 min gedauert hat. Kurz vor dem Ziel haben wir uns noch spontan dazu entschlossen doch eine Tour für den nächsten Morgen zum Hoover Dam und Grand Canyon zu buchen. Da die Abfahrt schon für 0600 feststand, war schnell klar, dass wir die nächste Nacht ohne Schlaf auskommen mussten. J Oben auf dem Tower haben wir zunächst ausgiebig die Ausschau genossen und anschließend unsere Tickets für die Attraktionen Insanity (eine Art Kettenkarussell, bei dem der Körper nach unten gerichtet wird und das Ganze über dem Abgrund stattfindet) und Xscream (eine Bahn, die erst auf der Höhe des Abgrunds zum Stehen kommt). Bilder durften wir hier leider nicht machen. Nachdem wir beim zweiten Mal meine Kamera geschmuggelt hatten, sind wir doch aufgeflogen und mussten sie abgeben. Anschließend haben wir uns auf den Rückweg gemacht und um nicht noch Ewigkeiten durch die Stadt ziehen zu müssen, haben wir uns entschlossen, den Club gegenüber von unserer Eingangstür zu testen, was sich als weise Entscheidung erwiesen hatte …
Am Samstagmorgen kam dann wie versprochen um 0514 der Weckanruf, den Dra und ich allerdings beide großzügig ignoriert hatten. Also hatten wir irgendwann nur noch 15 min um zum Treffpunkt am Hotel zu kommen, was sich aber nicht als Problem herausgestellt hatte. Nach kurzer Fahrt waren wir schon am Hoover Dam, unserer ersten Station, wo wir 15 min Aufenthalt hatten. Im Anschluss waren wir noch einmal knapp 4 h unterwegs bis den Grand Canyon National Park erreicht hatten. Alles Weitere könnt ihr den Bildern entnehmen. J
Abends sind wir erst um 2200 am Imperial Palace angekommen, weshalb wir uns der Einfachheit halber dazu entschieden haben, das gleiche Abendprogramm wie am Abend zuvor durchzuziehen. Das Airport Shuttle hat sich schon für 0430 angekündigt, weshalb schon vorher klar war, dass das eine Nacht ohne Bett sein wird. Leider kamen wir wohl trotzdem zu spät zum Treffpunkt. Auf jeden Fall war das Shuttle von der Gesellschaft, bei der wir gebucht haben, schon weg und wir mussten noch einmal bezahlen für das Shuttle, das noch wartete.

Klasse statt Masse :)

just impressive
Stratosphere Tower

Venetion - eins der neuesten Hotels
Sonntags war leider mehr Verkehr zurück nach Anderson, so dass wir eine Stunde länger unterwegs waren als am Mittwoch davor.

Hoover Dam - wenigstens ich bin drauf
Grand Canyon
Santa im Grand Canyon National Park
ja, noch mal ich
das Kind im Mann während eines grandiosen Sonnenuntergangs entdeckt
nochmal Aussicht vom Hotel auf den Strip - dieses Mal im Panorama
kaum fertig nach 2 Nächten ohne Schlaf
So das war es so weit mal von meiner Seite. Freu mich auf eure Kommentare und vielleicht auf das ein oder andere Telefongespräch an den nächsten Wochenenden. Heute ist übrigen Bergfest, d.h. die Hälfte ist schon vorüber und ab heute läuft die Zeit meiner Bachelorthesis.

Montag, 1. November 2010

Halloween

craziest costume I have ever seen

auch Pinguine müssen Halloween feiern

Am Freitag haben Dra, Martin und ich eine Stunde früher Feierabend gemacht um Dras Freundin, Rike, rechtzeitig am Flughafen in Atlanta abholen zu können. Vorher haben wir uns natürlich mit je einem Halloweenkostüm eingedeckt. Dra, Rike und ich sind als Vampir gegangen, Martin war ein Monk. Dra und Rike waren in einem Hotel untergebracht und Martin und ich haben gemeinsam in einem Zimmer übernachtet.
Die Hotels haben wir über priceline.com gebucht. Dort kann man eine Region, Sterne und einen Preis angeben. Dann kann man hoffen, dass irgendein Hotel auf das Gebot anspringt und man so eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit bekommt.
Abends sind wir dann fertig kostümiert vom Hotel losgezogen und haben die Umherlaufenden nach ner tollen Bar mit Halloweenparty gefragt. Glücklicherweise mussten wir gar nicht lange suchen und haben gleich eine Bar entdeckt, die vielversprechend aussah und das Versprechen auch einhielt.
Samstags haben wir uns entschieden das Georgia Aquarium anzuschauen. Es gab ja schließlich einen Discount für Boschmitarbeiter. J Dort ist das größte Indooraquarium Nordamerikas. Irgendwie haben sie es dort auch für nötig gehalten, Walhaie aus Asien zu importieren.
Vampires against monk
me in Georgia Aquarium
 Nachdem wir mittags in Anderson wieder angekommen sind und uns den Bauch bei einem All-you-can-eat Restaurant den Bauch vollgeschlagen haben, waren wir abends wieder bereit für die nächste Halloweenparty. Dieses Mal haben wir uns der ganzen Praktikantenmeute angeschlossen, was im Endeffekt sechs Autos voll waren. Die Party war in einem Ballsaal vom Hyatthotel  in Greenville und von einem Radiosender veranstaltet.



P.S.: Wenn ihr sonntags mal im Skype seid, können wir uns vielleicht mal live austauschen.
        Ach und ich war gestern noch ne Runde im Pool baden. Etwas frisch, aber noch passabel. ;)

Montag, 25. Oktober 2010

Charleston, Couchsurfing & Messi

Schlafstätte
Braut auf roof top
Letztes Wochenende waren wir überraschenderweise noch einmal in Charleston um die drei komplett zu machen. J Dieses Mal wollten wir allerdings nur gehen, wenn’s die Übernachtung für lau gibt. Da sich unsere Verbindung nach Charleston doch als unzuverlässig erwiesen hat, war der Trip fast schon für gescheitert erklärt worden. Glücklicherweise habe ich mich noch an meinen, vor 2.5 Jahren angelegten Account bei http://www.couchsurfing.org/ erinnern. Nach dem das Passwort gleich beim ersten Versuch korrekt war, waren passende Sofas schnell ausgemacht. Kurze nette Nachricht geschrieben und einen Tag gewartet und schon war die erste Zusage im virtuellen Briefkasten. Vier Studentinnen in einer Bude direkt in Downtown. Übernachtungsmöglichkeit war für uns im Wohnzimmer ein Klappsessel, ein Sofa  und eine mit eingebauter Luftpumpe auf zu blasende Matratze. Couchsurfen kann ich jedem nur empfehlen. In unserem Fall war es ein voller Erfolg. Wir kannten uns zwar selbst schon recht gut aus in der Stadt, aber den einen oder anderen Geheimtipp kann man doch noch entdecken. In Charleston ist das Angebot an Bars und Restaurants einfach so groß, dass man Jahre brauchen würde um alles selbst zu testen. Wir haben uns jedenfalls über die Empfehlungen zum Abend- und Mittagessen sehr gefreut. ;)
überragendes Essen
Freitag- und Samstagabend waren wir auf jeden Fall mit unseren Gastgebern in der Stadt unterwegs. Samstagmorgen waren wir dann mit einem Teil der Mädels frühstücken und später allen dann noch einmal am Strand. Ich war wieder im Atlantik baden – einfach überragend. Man munkelt zu Hause sind es noch 6°C.  :P
lecker Waschbecken
Bisher habe ich es immer nur für Gerüchte gehalten, wenn Leute mir erzählt haben, dass reine MädelsWGs das Schlimmste sind. Am Wochenende habe ich erfahren, dass das durchaus der Realität entspricht. Unsere Gastgeber hatten doch einen ausgeprägten Hang zum Messidasein. Das war für uns drei allerdings nicht weiter schlimm, da wir uns ja wie gesagt schon ganz gut auskennen in der Gegend. J
Es hat sich also als sehr kluge Entscheidung herausgestellt, trotz dem Vorfall vom Vortag, ans Meer zu fahren. Die Ablenkung kam mir sehr gelegen!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

bisheriger Tiefpunkt

Heute Morgen war denke ich, für uns alle der bisherige emotionale Tiefpunkt: 
Gegen 0900 wurde eine Rundmail herumgeschickt, in der es hieß, dass zwei der Bosch CoOps (vergleichbar mit unseren BA-Studenten) einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit erlitten haben. Da ich mit beiden in letzter Zeit häufiger in Kontakt gekommen bin und wir auch am Wochenende schon Gemeinsames unternommen haben, geht mir persönlich das sehr nahe.
Zuerst war gar nicht klar, was passiert war. Später kamen dann erste genauere Informationen. Eric ist wohl in Ordnung. Tori, die Beifahrerin, scheint bei dem Aufprall eine schlechtere Position gehabt zu haben. Sie sind auf einer Landstraße in einer Linkskurve mit den beiden rechten Reifen von der Straße abgekommen. Eric hat dann die Kontrolle verloren und beide sind dann gegen einen Baum geprallt.
Tori wurde mit dem Hubschrauber nach Greenville gebracht. Angeblich hat sie beide Beine, einen Knöchel und ein Handgelenk gebrochen. Sie war lange bewusstlos (ich hoffe, dass sie mittlerweile ansprechbar ist) und vermutlich hat sie Hirnblutungen erlitten. Gestern hat sie mir noch erzählt, dass sie am Wochenende nach Hause fährt, da ihre Mutter Geburtstag hat.
Tori hat mich mal mitgenommen. Daher kenn ich die Strecke. Es ist für amerikanische Verhältnisse, denke ich, eine recht schmale Landstraße mit vielen Kurven.

Am Wochenende fahren wir noch einmal ans Meer, obwohl ich nicht wirklich in Stimmung bin. Hoffe, das wird noch ...

Tori ging es heute besser. Sie haben ihren Kopf geöffnet, um die Schwellung reduzieren zu können. Nun ist auch bekannt, welche Knochen sie wirklich gebrochen hat: beide Oberschenkel, ein Schienbein, ein Knöchel, ihr Becken und ein Handgelenk. Um die Knochenbrüche konnten die Ärzte sich bisher gar nicht kümmern, da sie erst die Schwellung unter Kontrolle bringen und sie in einem stabilen Zustand halten mussten.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Charleston II

Hostelveranda
hier gab's den besten Kaffee, den ich je getrunken hab 
Fahrt im Taxi
Panorama mit Strandhäusern
Bilderserienaction
Direkt nach Feierabend (1600) sind wir (Dra, Martin und ich) Richtung Osten losgefahren. Ziel war zum zweiten Mal Charleston an der Atlantikküste. Dieses Mal haben wir uns dafür entschieden in einer kleineren Gruppe zu fahren, da sich das als unkomplizierter herausgestellt hat und die Interessen doch teilweise verschieden sind. Abends haben wir dann auf dem Weg bei Subway einen Halt gemacht und uns erst einmal satt gegessen.
Im Gegensatz zum letzten Mal, haben wir uns dieses Mal dazu entschieden, nicht im Hotel zu übernachten, sondern das Notso Hostel zu nutzen. Da kann man für 23$ die Nacht inkl. Frühstück (abgelaufene Bagels mit Cream Cheese und Marmelade ;)) absteigen. Das Hostel war allerdings schon ein paar Klassen unterhalb dem Hotel von zwei Wochen vorher. Zum Schlafen aber voll in Ordnung.
Da wir uns schon in Charleston vom letzen Mal auskennen, sind wir nach dem Beziehen der Betten gleich in die Stadt losgezogen. Erst zu Fuß und für die letzen Meter haben wir uns dann doch noch ein Taxi genommen. Wir haben uns dafür entschieden, dieselben Bars wie zuvor heim zu suchen. Das war eine gute Entscheidung.
J
Nach dem uns Samstagmorgen unsere hübsche, nicht englischsprechende italienische Zimmerkollegin schon um 0830 geweckt hatte, konnten wir um 0900 auch gleich zum Frühstück aufbrechen. Anschließend sind wir in die Stadt losgezogen um shoppen zu gehen. Gekauft haben wir im Nachhinein dann doch nichts. - Das haben wir aber gestern nachgeholt. Eine Stunde von Anderson entfernt gibt es ein Tanger Outlet (vergleichbar mi Zweibrücken oder Metzingen), wo wir uns gestern nach Feierabend noch versorgt haben. – Dra und ich haben uns überlegt, noch zum Friseur zu gehen. Leider gab es keine passenden Termine für uns frei. Wir mussten ja pünktlich am Strand sein. ;)
Direkt nach dem wir den entspannenden Teil des Tages am Strand beendet haben, haben wir uns erkundigt, wo man preiswert essen kann. Wir sind dann in einem Restaurant gelandet, wo wir gutes Rindsteak essen konnten – das erste Mal in den USA, dass wir richtiges Rind gegessen haben (also nicht in gehäckselter Form zwischen zwei lapprigen Brötchenhälften).
Abends sind wir natürlich wieder losgezogen, um in einer Bar zu gehen. Und Sonntagvormittag sind wir noch einmal Richtung Strand losgefahren und konnten so noch einige Stunden am Meer verbringen, ehe wir wieder Richtung Anderson aufbrechen mussten.
Charleston ist eine sehr tolle Stadt mit lockerer Atmosphäre. Vormittags sind in der ganzen Stadt die Läufer unterwegs, was mir natürlich sehr gut gefällt. Und abends – wie aber eigentlich die ganze Zeit – sind die Straßen voller (junger) Menschen.
Bis 1788 war Charleston Hauptstadt von South Carolina und 1690 – 20 Jahre nach ihrer Gründung -  die fünftgrößte Stadt in Nordamerika mit nur 1200 Einwohnern. Damals war es das Drehkreuz des Sklavenhandels. Später war es der Ort, wo der Bürgerkrieg begann. Heute hat Charleston gut 100 000 Einwohner.
Obwohl wir letzte Woche noch davon ausgegangen sind, dass es das letzte Wochenende in Charleston war, denken wir mittlerweile schon wieder anders und überlegen uns, nach einem Wochenende Pause noch einmal gen Osten zu fahren.
J Das Wetter war noch so überragend und der Atlantik sogar erfrischend und nicht mehr so warm wie das Mal zuvor.


Montag, 4. Oktober 2010

Clemson, Miami, Tailgating und Co


Letzte Woche lief eigentlich ab wie jede Woche: morgens um kurz vor 0600 aufstehen, um 0645 Abfahrt zu Bosch Anderson und um 0700 Arbeitsbeginn. Feierabend machen wir um 1600, sodass wir etwas Überstunden aufbauen unter der Woche und freitags 1,5h Pause machen können. ;) Freitags gehen wir immer mit der Abteilung raus zum Mittagessen. Letzten Freitag waren wir z. B. bei New York’s Pizza (Pizza, Pasta und Salat so viel du kannst J).
Nach Feierabend geht die eine Hälfte nach Hause und die Andere ins Y (für die Neueinsteiger und etwas unaufmerksamen Leser :P: unser Fitnessstudio hier). Das heißt Dra und ich sind eigentlich erst um 1800 zu Hause, wenn wir nicht noch einkaufen gehen müssen. Danach wird ein bis zwei Mal die Woche noch gekocht, um auch mittags was zum Essen zu haben. Also kochen wir immer für zwei Tage. Je nach dem was am Wochenende ansteht, trifft man sich dann hinterher um die Fotos vom Letzen auszutauschen oder das Nächste zu planen.
Letztes Wochenende haben wir alle zur Abwechslung mal wieder in Anderson übernachtet. Freitagabend waren wir zu fünft in Clemson unterwegs und haben uns unter die amerikanischen Studenten gemischt. Man kommt sehr leicht mit anderen Leuten ins Gespräch hier. Und je öfter man dort ist, desto öfter trifft man die gleichen. J
Nach kurzem Ausschlafen hatten wir im Poolhouse bei der Verwaltung endlich unseren Termin um uns offiziell hier in den Apartments anzumelden. Im Anschluss (kurz nach 1100) sind wir wieder nach Clemson gefahren um am Tailgating (http://en.wikipedia.org/wiki/Tailgate_party) teilzunehmen. Um 1230 (Anpfiff beim Spiel gegen Miami war schon um 1200) waren wir endlich in der Stadt. Normalerweise braucht man für diese Strecke 20min. Allein daran lässt sich schon erkennen, was dort für ein Ansturm ist. Tailgaten hat sich als Riesenparty mit Zehntausenden in der ganzen Stadt herausgestellt. Um’ s kurz zu machen: die Amerikaner trinken weitaus mehr Alkohol als ich erwartet hatte.
Beim Tailgaten sieht man aber auch sehr viele Familien mit Kindern, die ihren Tag einfach mit Grillen und Football verbringen. Das heißt man startet spätestens um 0900 und grillt bis abends. Ich war dann doch ganz froh, erst um 1230 gestartet zu haben. Dafür haben wir auch erst um 0000 Clemson wieder verlassen.
Sonntag habe ich mich endlich mal wieder an Pool legen können. Hinterher waren wir nochmal im Training und hinterher war ich noch eine Runde laufen. Letzte Woche konnte ich endlich mal wieder gut 30km laufen. Komm so langsam wieder rein. Zum Abschluss haben wir uns eine never ending pasta bowl im Olive’s Garden gegönnt. Dort bekommt man dann so viele Teller Pasta und Schüsseln voll mit Salat wie man essen kann.


Verbindungspartycrasher

Germans am tailgaten

Rednecktruck

gone to jail

tailgating Americans

Wer fragen hat, kann mich ruhig fragen. Meist komm ich sogar zum Antworten.

By the way: mein Sypenick ist daniel.rank