Montag, 25. Oktober 2010

Charleston, Couchsurfing & Messi

Schlafstätte
Braut auf roof top
Letztes Wochenende waren wir überraschenderweise noch einmal in Charleston um die drei komplett zu machen. J Dieses Mal wollten wir allerdings nur gehen, wenn’s die Übernachtung für lau gibt. Da sich unsere Verbindung nach Charleston doch als unzuverlässig erwiesen hat, war der Trip fast schon für gescheitert erklärt worden. Glücklicherweise habe ich mich noch an meinen, vor 2.5 Jahren angelegten Account bei http://www.couchsurfing.org/ erinnern. Nach dem das Passwort gleich beim ersten Versuch korrekt war, waren passende Sofas schnell ausgemacht. Kurze nette Nachricht geschrieben und einen Tag gewartet und schon war die erste Zusage im virtuellen Briefkasten. Vier Studentinnen in einer Bude direkt in Downtown. Übernachtungsmöglichkeit war für uns im Wohnzimmer ein Klappsessel, ein Sofa  und eine mit eingebauter Luftpumpe auf zu blasende Matratze. Couchsurfen kann ich jedem nur empfehlen. In unserem Fall war es ein voller Erfolg. Wir kannten uns zwar selbst schon recht gut aus in der Stadt, aber den einen oder anderen Geheimtipp kann man doch noch entdecken. In Charleston ist das Angebot an Bars und Restaurants einfach so groß, dass man Jahre brauchen würde um alles selbst zu testen. Wir haben uns jedenfalls über die Empfehlungen zum Abend- und Mittagessen sehr gefreut. ;)
überragendes Essen
Freitag- und Samstagabend waren wir auf jeden Fall mit unseren Gastgebern in der Stadt unterwegs. Samstagmorgen waren wir dann mit einem Teil der Mädels frühstücken und später allen dann noch einmal am Strand. Ich war wieder im Atlantik baden – einfach überragend. Man munkelt zu Hause sind es noch 6°C.  :P
lecker Waschbecken
Bisher habe ich es immer nur für Gerüchte gehalten, wenn Leute mir erzählt haben, dass reine MädelsWGs das Schlimmste sind. Am Wochenende habe ich erfahren, dass das durchaus der Realität entspricht. Unsere Gastgeber hatten doch einen ausgeprägten Hang zum Messidasein. Das war für uns drei allerdings nicht weiter schlimm, da wir uns ja wie gesagt schon ganz gut auskennen in der Gegend. J
Es hat sich also als sehr kluge Entscheidung herausgestellt, trotz dem Vorfall vom Vortag, ans Meer zu fahren. Die Ablenkung kam mir sehr gelegen!

Donnerstag, 21. Oktober 2010

bisheriger Tiefpunkt

Heute Morgen war denke ich, für uns alle der bisherige emotionale Tiefpunkt: 
Gegen 0900 wurde eine Rundmail herumgeschickt, in der es hieß, dass zwei der Bosch CoOps (vergleichbar mit unseren BA-Studenten) einen Autounfall auf dem Weg zur Arbeit erlitten haben. Da ich mit beiden in letzter Zeit häufiger in Kontakt gekommen bin und wir auch am Wochenende schon Gemeinsames unternommen haben, geht mir persönlich das sehr nahe.
Zuerst war gar nicht klar, was passiert war. Später kamen dann erste genauere Informationen. Eric ist wohl in Ordnung. Tori, die Beifahrerin, scheint bei dem Aufprall eine schlechtere Position gehabt zu haben. Sie sind auf einer Landstraße in einer Linkskurve mit den beiden rechten Reifen von der Straße abgekommen. Eric hat dann die Kontrolle verloren und beide sind dann gegen einen Baum geprallt.
Tori wurde mit dem Hubschrauber nach Greenville gebracht. Angeblich hat sie beide Beine, einen Knöchel und ein Handgelenk gebrochen. Sie war lange bewusstlos (ich hoffe, dass sie mittlerweile ansprechbar ist) und vermutlich hat sie Hirnblutungen erlitten. Gestern hat sie mir noch erzählt, dass sie am Wochenende nach Hause fährt, da ihre Mutter Geburtstag hat.
Tori hat mich mal mitgenommen. Daher kenn ich die Strecke. Es ist für amerikanische Verhältnisse, denke ich, eine recht schmale Landstraße mit vielen Kurven.

Am Wochenende fahren wir noch einmal ans Meer, obwohl ich nicht wirklich in Stimmung bin. Hoffe, das wird noch ...

Tori ging es heute besser. Sie haben ihren Kopf geöffnet, um die Schwellung reduzieren zu können. Nun ist auch bekannt, welche Knochen sie wirklich gebrochen hat: beide Oberschenkel, ein Schienbein, ein Knöchel, ihr Becken und ein Handgelenk. Um die Knochenbrüche konnten die Ärzte sich bisher gar nicht kümmern, da sie erst die Schwellung unter Kontrolle bringen und sie in einem stabilen Zustand halten mussten.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Charleston II

Hostelveranda
hier gab's den besten Kaffee, den ich je getrunken hab 
Fahrt im Taxi
Panorama mit Strandhäusern
Bilderserienaction
Direkt nach Feierabend (1600) sind wir (Dra, Martin und ich) Richtung Osten losgefahren. Ziel war zum zweiten Mal Charleston an der Atlantikküste. Dieses Mal haben wir uns dafür entschieden in einer kleineren Gruppe zu fahren, da sich das als unkomplizierter herausgestellt hat und die Interessen doch teilweise verschieden sind. Abends haben wir dann auf dem Weg bei Subway einen Halt gemacht und uns erst einmal satt gegessen.
Im Gegensatz zum letzten Mal, haben wir uns dieses Mal dazu entschieden, nicht im Hotel zu übernachten, sondern das Notso Hostel zu nutzen. Da kann man für 23$ die Nacht inkl. Frühstück (abgelaufene Bagels mit Cream Cheese und Marmelade ;)) absteigen. Das Hostel war allerdings schon ein paar Klassen unterhalb dem Hotel von zwei Wochen vorher. Zum Schlafen aber voll in Ordnung.
Da wir uns schon in Charleston vom letzen Mal auskennen, sind wir nach dem Beziehen der Betten gleich in die Stadt losgezogen. Erst zu Fuß und für die letzen Meter haben wir uns dann doch noch ein Taxi genommen. Wir haben uns dafür entschieden, dieselben Bars wie zuvor heim zu suchen. Das war eine gute Entscheidung.
J
Nach dem uns Samstagmorgen unsere hübsche, nicht englischsprechende italienische Zimmerkollegin schon um 0830 geweckt hatte, konnten wir um 0900 auch gleich zum Frühstück aufbrechen. Anschließend sind wir in die Stadt losgezogen um shoppen zu gehen. Gekauft haben wir im Nachhinein dann doch nichts. - Das haben wir aber gestern nachgeholt. Eine Stunde von Anderson entfernt gibt es ein Tanger Outlet (vergleichbar mi Zweibrücken oder Metzingen), wo wir uns gestern nach Feierabend noch versorgt haben. – Dra und ich haben uns überlegt, noch zum Friseur zu gehen. Leider gab es keine passenden Termine für uns frei. Wir mussten ja pünktlich am Strand sein. ;)
Direkt nach dem wir den entspannenden Teil des Tages am Strand beendet haben, haben wir uns erkundigt, wo man preiswert essen kann. Wir sind dann in einem Restaurant gelandet, wo wir gutes Rindsteak essen konnten – das erste Mal in den USA, dass wir richtiges Rind gegessen haben (also nicht in gehäckselter Form zwischen zwei lapprigen Brötchenhälften).
Abends sind wir natürlich wieder losgezogen, um in einer Bar zu gehen. Und Sonntagvormittag sind wir noch einmal Richtung Strand losgefahren und konnten so noch einige Stunden am Meer verbringen, ehe wir wieder Richtung Anderson aufbrechen mussten.
Charleston ist eine sehr tolle Stadt mit lockerer Atmosphäre. Vormittags sind in der ganzen Stadt die Läufer unterwegs, was mir natürlich sehr gut gefällt. Und abends – wie aber eigentlich die ganze Zeit – sind die Straßen voller (junger) Menschen.
Bis 1788 war Charleston Hauptstadt von South Carolina und 1690 – 20 Jahre nach ihrer Gründung -  die fünftgrößte Stadt in Nordamerika mit nur 1200 Einwohnern. Damals war es das Drehkreuz des Sklavenhandels. Später war es der Ort, wo der Bürgerkrieg begann. Heute hat Charleston gut 100 000 Einwohner.
Obwohl wir letzte Woche noch davon ausgegangen sind, dass es das letzte Wochenende in Charleston war, denken wir mittlerweile schon wieder anders und überlegen uns, nach einem Wochenende Pause noch einmal gen Osten zu fahren.
J Das Wetter war noch so überragend und der Atlantik sogar erfrischend und nicht mehr so warm wie das Mal zuvor.


Montag, 4. Oktober 2010

Clemson, Miami, Tailgating und Co


Letzte Woche lief eigentlich ab wie jede Woche: morgens um kurz vor 0600 aufstehen, um 0645 Abfahrt zu Bosch Anderson und um 0700 Arbeitsbeginn. Feierabend machen wir um 1600, sodass wir etwas Überstunden aufbauen unter der Woche und freitags 1,5h Pause machen können. ;) Freitags gehen wir immer mit der Abteilung raus zum Mittagessen. Letzten Freitag waren wir z. B. bei New York’s Pizza (Pizza, Pasta und Salat so viel du kannst J).
Nach Feierabend geht die eine Hälfte nach Hause und die Andere ins Y (für die Neueinsteiger und etwas unaufmerksamen Leser :P: unser Fitnessstudio hier). Das heißt Dra und ich sind eigentlich erst um 1800 zu Hause, wenn wir nicht noch einkaufen gehen müssen. Danach wird ein bis zwei Mal die Woche noch gekocht, um auch mittags was zum Essen zu haben. Also kochen wir immer für zwei Tage. Je nach dem was am Wochenende ansteht, trifft man sich dann hinterher um die Fotos vom Letzen auszutauschen oder das Nächste zu planen.
Letztes Wochenende haben wir alle zur Abwechslung mal wieder in Anderson übernachtet. Freitagabend waren wir zu fünft in Clemson unterwegs und haben uns unter die amerikanischen Studenten gemischt. Man kommt sehr leicht mit anderen Leuten ins Gespräch hier. Und je öfter man dort ist, desto öfter trifft man die gleichen. J
Nach kurzem Ausschlafen hatten wir im Poolhouse bei der Verwaltung endlich unseren Termin um uns offiziell hier in den Apartments anzumelden. Im Anschluss (kurz nach 1100) sind wir wieder nach Clemson gefahren um am Tailgating (http://en.wikipedia.org/wiki/Tailgate_party) teilzunehmen. Um 1230 (Anpfiff beim Spiel gegen Miami war schon um 1200) waren wir endlich in der Stadt. Normalerweise braucht man für diese Strecke 20min. Allein daran lässt sich schon erkennen, was dort für ein Ansturm ist. Tailgaten hat sich als Riesenparty mit Zehntausenden in der ganzen Stadt herausgestellt. Um’ s kurz zu machen: die Amerikaner trinken weitaus mehr Alkohol als ich erwartet hatte.
Beim Tailgaten sieht man aber auch sehr viele Familien mit Kindern, die ihren Tag einfach mit Grillen und Football verbringen. Das heißt man startet spätestens um 0900 und grillt bis abends. Ich war dann doch ganz froh, erst um 1230 gestartet zu haben. Dafür haben wir auch erst um 0000 Clemson wieder verlassen.
Sonntag habe ich mich endlich mal wieder an Pool legen können. Hinterher waren wir nochmal im Training und hinterher war ich noch eine Runde laufen. Letzte Woche konnte ich endlich mal wieder gut 30km laufen. Komm so langsam wieder rein. Zum Abschluss haben wir uns eine never ending pasta bowl im Olive’s Garden gegönnt. Dort bekommt man dann so viele Teller Pasta und Schüsseln voll mit Salat wie man essen kann.


Verbindungspartycrasher

Germans am tailgaten

Rednecktruck

gone to jail

tailgating Americans

Wer fragen hat, kann mich ruhig fragen. Meist komm ich sogar zum Antworten.

By the way: mein Sypenick ist daniel.rank