Montag, 29. November 2010

was bisher geschah & VEGAS

Was bisher geschah …
Ice Hockey


meine Art zu Golfen
MAULTASCHEN
mal wieder nicht getroffen ;)

So, nun ist es ja doch schon eine Weile her, dass etwas für euch Spannendes passiert ist. Wir waren an den letzten Wochenenden in Clemson unterwegs, hattenzwei Schwäbische Intermezzos (Dras Freundin Rike war da und hat Maultaschen mitgebracht und bei Aldi waren deutsche Wochen) und haben ein Wochenende das Greenviller Nachtleben erkundet. Ein Abend haben wir ein (langweiliges) Icehockeyspiel gesehen und waren hinterher noch in Bars unterwegs, wo Dra und ich dann unsere restlichen Internkollegen getroffen haben. Am nächsten Morgen sind wir direkt von unserem Bekannten, der bei BMW in Greenville arbeitet, zum nächstgelegenen Chinabuffet aufgebrochen. Wir mussten nur noch 5 Minuten bis 1100 warten. J Danach sind wir mit zwei Kollegen zum Golfen gefahren. Ich musste allerdings schnell feststellen, dass mir das keine große Freude bereitet und hab mich lieber in der Sonne breit gemacht. Nach einer 2stündigen Golfsession waren die anderen drei auch so weit um zum nächsten Allyoucaneat-Buffet aufzubrechen. Insgesamt also ein recht amerikanisches Wochenende. :P

nach der zweiten Station


 LAS VEGAS
Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, war Donnerstag letzte Woche in den USA  Thanksgiving, der größte Feiertag in den USA. Deshalb hatten wir alle von Donnerstag bis Sonntag frei. Dra und ich dachten uns, dass wir auf jeden Fall wegfahren müssen. Nach dem uns Interns ein Boschtrainee zu sich nach Hause nach Pittsburgh eingeladen hat und bekannt wurde, dass die Reisegruppe fliegen wird, haben Dra und ich mich entschieden, dass wenn wir schon fliegen, auch richtig fliegen können. Ich hatte Las Vegas schon zu Hause in Deutschland immer im Hinterkopf und Dra war von der Idee auch recht schnell begeistert. Also sind die meisten anderen Interns gen Norden nach Pittsburgh gereist, allerdings doch mit Mietwagen. Wir hatten dann aber schon unsere Entscheidung getroffen und uns konnte nichts mehr von diesem Plan abbringen.
Am Mittwoch letzte Woche war dann also noch ein ganz normaler Arbeitstag. Wobei normal auch relativ ist. Für Amerikaner ist Thanksgiving schon sehr wichtig. Jeder wünscht jedem ein ‚Happy Thanksgiving“ bevor man sich ins Wochenende verabschiedet. Der Manager unserer Abteilung (der Chef meines Chefs) hat die Abteilung nach der Mittagspause offiziell nach Hause geschickt zu einem very important appointment outside. Ich bin allerdings noch bis 1530 im Büro geblieben, da ich zum einen noch keinen Ride nach Hause zu unseren Apartments hatte und zum Anderen auch noch mein Projekt einen Schritt weiter bringen wollte bevor mein Chef, Martin, nach dem Wochenende nach seinem Bambergaufenthalt wieder im Büro erscheint.
Spaß mit Robert ;)
Nachdem wir dann noch Bargeld abgehoben hatten, da wir gehört haben, dass das in Vegas ganz schön teuer sein soll, sind wir um 1630 gen Atlanta gefahren um unseren Flug um 2155 anzutreten. Wir haben extra etwas mehr Zeit eingeplant, damit wir auch bei Thanksgivingverkehr rechtzeitig ankommen.
Um 2330 (Vegaszeit) waren wir dann auch schon an unserem Zielort und haben uns von einem Shuttle zu unserem Hotel, Imperial Palace, fahren lassen. Das Imperial Palace ist auf jeden Fall eines der billigsten Hotels auf dem Strip. Das war uns Studenten allerdings egal, da wir im Hotel sowieso am wenigsten Zeit verbringen wollten.
Aussicht vom neuen Balkon
Die erste Nacht war schon ziemlich schnell vorbei, da wir damit beschäftigt waren im hoteleigenen Polizeibüro Aussage zu leisten. Am Flughafen haben wir einen Kerl kennengelernt, der uns erklärt hatte, dass er in irgendeiner Band spielen würde und seine Bandmitglieder erst einen Tag später ankommen würden. Also haben wir ihm angeboten mit uns den Abend zu verbringen. Was zunächst auch sehr witzig und angenehm war. Er hat uns viel über die Lokalitäten auf dem Strip und einige Tricks erzählt. Allerdings waren Dra und ich schon immer sehr skeptisch und haben dem ganzen nicht ganz getraut. Als der Rezeptionist uns dann drei Schlüssel gegeben hat, war uns klar, dass wir aufpassen müssen. Irgendwann hat Robert, der Musiker, behauptet, er müsse mal Cash holen gehen und mit einer seiner 15 Kreditkarte gewunken. Als wir ihn allerdings nicht ausfindig machen konnten, sind wir Richtung Hotelzimmer losgestürmt und Dra hat ihn im Casino erwischt und erst einmal auf den Boden gehauen. Leider war ich zu der Zeit schon am Security desk um in Erfahrung zu bringen, ob jemand unsere Zimmertür in letzter Zeit geöffnet hatte. Ich war mir sicher, dass das mit den Chipkarten irgendwo registriert werden muss.
Dra hatte ja aber glücklicherweise Robert schon überwältigt. Er wurde aber selbst gleich von der Polizei festgehalten, da es wohl etwas auffällig war, wie er ihn direkt im Casino zu Fall gebracht hat. ;) Erst als er der Polizei klar machen konnte, dass er unser Geld gestohlen hat, haben sie ihn gefasst. Und Dra und Robert ins Büro gebracht. Ich bin kurz danach dazu gestoßen, nachdem ich von einem Officer aufgegriffen wurde. Dra hatte schon seine Aussage gemacht, also war nun ich an der Reihe und habe meine Sichtweise der Dinge erzählt. Wir wurden gefragt, ob wir Anzeige erstatten wollen, waren uns aber einig, dass wir zufrieden wären, wenn wir unser Geld wieder bekommen. Ansonsten hätten wir extra noch einmal nach Las Vegas reisen müssen.
Nach dem wir den ganzen Papierkram hinter uns gebracht haben und unser Geld bis auf 10$ (wir konnten sehr genau berichten, wie viel Geld es sein muss und in welchen Scheinen, da wir nur 10$-Scheine vom Automat bekommen hatten und uns vorher genau überlegt hatten wie viel Geld wir mitnehmen sollten) wieder hatten, konnte der Urlaub also endlich beginnen. J Dra und ich sind noch einmal losgezogen und haben noch andere Casinos getestet um dann um 0700 ins Bett zu steigen.
Freitagmorgen habe ich bis 1100 geschlafen, habe aber noch 2h aufmerksam der Musik vorm Hotelzimmer gelauscht und die ersten Eindrücke revuepassieren lassen bis mein Zimmerkollege auch ausgeschlafen hatte. Dann haben wir kurz beschlossen, was der heutige Tag für uns bringen sollte und haben uns fertig gemacht. Als erstes hatten wir vor, das Hotel Rio und das dazugehörende famose Worldbuffet zu testen. Nachdem wir herausgefunden haben, dass das Rio nicht auf dem Strip liegt, haben wir uns entschlossen die Strecke zu laufen, was für amerikanische Verhältnisse schon sehr weit und v. A. ungemütlich war. Aber uns wurde immer eingetrichtert, dass Taxis in Vegas unbezahlbar und Abzocke sind.
Nachdem wir also endlich gesund und hungrig im Rio angekommen sind, mussten wir feststellen, dass wohl mehrere Leute die Idee hatten, an Thanksgiving das Worlbuffet auszuprobieren. Insgesamt mussten wir also 1,5h anstehen. Um die lange Wartezeit und den Preis zu entschädigen haben wir uns viel Zeit gelassen um sicher zu stellen, dass wir auch genug von jedem Land probieren können. Um es kurz zu machen, der Abklatsch vom Deutschen Essen hat uns am besten geschmeckt. ;) Bevor wir uns auf den Rückweg machen konnten haben wir uns noch einmal am Roulette versucht. Nachdem ich 12$ verzockt hatte, habe ich für mich entschieden, dass das wohl nicht mein Glückswochenende ist und das Geld besser angelegt werden kann. Meine schwäbische Wurzeln kamen bei mir mehr durch als bei Dra. Er hat sein Glück noch ein paar Mal herausgefordert, aber leider auch nicht mehr als ich gehabt. Wenigstens haben wir herausgefunden, dass es vom Rio zu unserem Nachbarhotel einen kostenlosen Shuttleservice gibt, den wir natürlich gern genutzt haben. Laufen hätte ich nach dem Buffet sowieso nicht mehr können. ;) Abends haben wir uns auf den Weg gemacht um die Stadt und die Hotels in der Gegend noch etwas zu erkunden. Ich hab allerdings schon recht früh schlapp gemacht, weshalb wir dann am Donnerstag uns schon um 0200 verabschiedet haben und schlafen gegangen sind.
Am Freitag haben wir uns entschieden, das Buffet im Ceasers Palace zu testen.  Das hat sich als voller Erfolg erwiesen. Das war auf jeden Fall das beste Essen bisher in den USA. Und glücklicherweise kannte ich meine Grenzen schon viel besser als am Tag zuvor, weshalb es mir dieses Mal nach dem Essen viel besser ging und wir sogar noch die Poollandschaft und den Innenhof des Hotels auschecken konnten. Danach haben wir uns entschieden die Aussicht über Vegas vom Stratosphere Tower zu genießen. Wir mussten dafür allerdings bis ans Ende vom Strip laufen (für die Leute, die noch nie was von Vegas gehört haben: das ist die Vergnügungsmeile wo die tollsten größten Hotels zu finden sind), was ca. 40 min gedauert hat. Kurz vor dem Ziel haben wir uns noch spontan dazu entschlossen doch eine Tour für den nächsten Morgen zum Hoover Dam und Grand Canyon zu buchen. Da die Abfahrt schon für 0600 feststand, war schnell klar, dass wir die nächste Nacht ohne Schlaf auskommen mussten. J Oben auf dem Tower haben wir zunächst ausgiebig die Ausschau genossen und anschließend unsere Tickets für die Attraktionen Insanity (eine Art Kettenkarussell, bei dem der Körper nach unten gerichtet wird und das Ganze über dem Abgrund stattfindet) und Xscream (eine Bahn, die erst auf der Höhe des Abgrunds zum Stehen kommt). Bilder durften wir hier leider nicht machen. Nachdem wir beim zweiten Mal meine Kamera geschmuggelt hatten, sind wir doch aufgeflogen und mussten sie abgeben. Anschließend haben wir uns auf den Rückweg gemacht und um nicht noch Ewigkeiten durch die Stadt ziehen zu müssen, haben wir uns entschlossen, den Club gegenüber von unserer Eingangstür zu testen, was sich als weise Entscheidung erwiesen hatte …
Am Samstagmorgen kam dann wie versprochen um 0514 der Weckanruf, den Dra und ich allerdings beide großzügig ignoriert hatten. Also hatten wir irgendwann nur noch 15 min um zum Treffpunkt am Hotel zu kommen, was sich aber nicht als Problem herausgestellt hatte. Nach kurzer Fahrt waren wir schon am Hoover Dam, unserer ersten Station, wo wir 15 min Aufenthalt hatten. Im Anschluss waren wir noch einmal knapp 4 h unterwegs bis den Grand Canyon National Park erreicht hatten. Alles Weitere könnt ihr den Bildern entnehmen. J
Abends sind wir erst um 2200 am Imperial Palace angekommen, weshalb wir uns der Einfachheit halber dazu entschieden haben, das gleiche Abendprogramm wie am Abend zuvor durchzuziehen. Das Airport Shuttle hat sich schon für 0430 angekündigt, weshalb schon vorher klar war, dass das eine Nacht ohne Bett sein wird. Leider kamen wir wohl trotzdem zu spät zum Treffpunkt. Auf jeden Fall war das Shuttle von der Gesellschaft, bei der wir gebucht haben, schon weg und wir mussten noch einmal bezahlen für das Shuttle, das noch wartete.

Klasse statt Masse :)

just impressive
Stratosphere Tower

Venetion - eins der neuesten Hotels
Sonntags war leider mehr Verkehr zurück nach Anderson, so dass wir eine Stunde länger unterwegs waren als am Mittwoch davor.

Hoover Dam - wenigstens ich bin drauf
Grand Canyon
Santa im Grand Canyon National Park
ja, noch mal ich
das Kind im Mann während eines grandiosen Sonnenuntergangs entdeckt
nochmal Aussicht vom Hotel auf den Strip - dieses Mal im Panorama
kaum fertig nach 2 Nächten ohne Schlaf
So das war es so weit mal von meiner Seite. Freu mich auf eure Kommentare und vielleicht auf das ein oder andere Telefongespräch an den nächsten Wochenenden. Heute ist übrigen Bergfest, d.h. die Hälfte ist schon vorüber und ab heute läuft die Zeit meiner Bachelorthesis.

2 Kommentare:

  1. Ich hab alles gelesen! Oh mann! Was für Geschichten.. dieser Typ in Las Vegas.. zum Glück sind die Deutschen so misstrauisch gegenüber Fremden :P
    Die Bilder sind auch schön!
    <3 Grüße
    Meike

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  2. Hey, auf dem Stratosphere Tower, im Ceasars Palace etc. waren wir damals schon... und im Hotel Rio beim Buffet glaube ich auch - jedenfalls wars ein ganz besonders tolles Buffet. Ist ja schon 10 Jahre her.
    ...Ihr lasst aber auch nichts aus. ;-)

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