Florida
| at the beach with the car |
Daytona Beach
| Motel |
| Amazing Christmas Eve meal |
| once more our Motel |
12/24/2010: 0200am Abfahrt gen Süden – Adrian, Dra, Martin und ich brechen auf um Weihnachten und Silvester in Florida zu verbringen. Allerdings werden wir nicht allein bleiben. Benjamin, Christian und Miriam von AFCO – ein Joint-Venture zwischen Bosch und Denso – werden noch nachkommen. Nach ca. 3h Fahrt stell ich bei der ersten Pause fest, dass sich mein Geldbeutel nicht an der erwarteten Stelle befindet. Also rufe ich die AFCOs an, dass sie noch bei uns an der Wohnung vorbeifahren, bevor sie dann wirklich Richtung Süden aufbrechen. Natürlich lässt sich der Geldbeutel nicht in meinem Zimmer finden (unser dritter Mitbewohner, Tobias, war so freundlich und hat die Tür geöffnet) und auch nicht woanders in der Wohnung. Ich musste dann feststellen, dass der Geldbeutel sich aus nicht erklärlichen Gründen in meiner Jackentasche war. Weiß bis heut nicht, wie er da hingekommen ist. Wie auch immer, so blieb mir ein jähes Ende des Urlaubs erspart. ;) Nun sind wir also an Heilig Abend zur Mittagszeit in Daytona Beach am gebuchten Motel angekommen. Bisher kannte ich Motels nur aus Filmen. Meistens sind es etwas runtergekommene Zimmer mit etwas verschlafenen Betreibern – also so wie man es sich vorstellt. Zuerst haben wir dann zu viert eine kleine Wanderung Richtung Subway (unser liebstes Fastfoodrestaurant; hier bekommt man viel mehr Grünzeug für nicht mal $5.50 ;)) unternommen und anschließend haben wir eine Runde mit unserem Mietwagen über den Strand unternommen, wofür Daytona Beach bekannt ist. Dafür gibt es extra einen Richtung Wasser abgesperrten Fahrstreifen. Im Anschluss kamen dann auch schon die Afcos, die dann noch allein eine Stadttour unternommen und auch schon mal nach einem würdigen Restaurant für den Heiligen Abend Ausschau gehalten haben. Wir vier waren in der Zeit in unserem Motelzimmer und haben ein verdienten Mittagsschlaf und gemütliche Schwätzchen gehalten. Gegen 1800 Uhr haben wir uns dann entschieden zum Weihnachtsessen los zu ziehen. Leider war in Daytona selbst alles ausgestorben und deshalb sind wir die Promenade am Strand entlang gefahren bis wir ein typisch amerikanisches Diner gefunden haben. Das Essen dort hat sich als großartig herausgestellt und war somit voll und ganz Heilig Abend-tauglich. ;) Auch wenn das dieses Mal eine ganz andere Erfahrung war, Weihnachten ohne Familie zu verbringen und ich das typische Weihnachten eigentlich genieße (v. A. seit dem man sich immer seltener sieht), war es doch mal entspannt Heilig Abend ganz unkonventionell zu verbringen. Auch in der Vorweihnachtszeit kam bei mir nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf. Wahrscheinlich weil die gesamte Umgebung hier so ungewohnt ist. Was auch noch recht angenehm war, dass der morgendliche Geschenkekaufmarathon an Heilig Abend das erste Mal entfiel. ;) Nach dem Essen hatten wir alle zuerst noch vor, noch um die Häuser zu ziehen. Als wir allerdings die ersten Bars ausgemacht haben, hatten wir immer weniger Lust und haben uns letztendlich dazu entschieden, den restlichen Heilig Abend in unserem Motelzimmer zu siebent zu verbringen.
| American way of living |
Am nächsten Morgen bin ich als erste aufgestanden und konnte es mir nicht nehmen lassen am Strand barfuß laufen zu gehen. Ich hab extra keine Schuhe mitgenommen, da das Motel in der zweiten Reihe zum Strand gelegen war. Nach der Erfahrung letztes Jahr auf Mallorca, als ich nach 15 km barfuß Laufen am Strand eine sandgefüllte Blase über den kompletten großen Zeh hatte, dachte ich mir, ich tret mal kürzer. Leider waren 5 km auch schon zu viel und ich hatte dann wieder drei Blasen am rechten Fuß und dieses Mal eine blutgefüllte Blase am großen Zeh. Das war es aber wert. ;) Anschließend sind wir dann mit unseren beiden Autos losgefahren Richtung Miami. Halt haben wir noch in Fort Lauderdale gemacht. Dort sind die ersten schon in den Atlantik gesprungen, da sie nicht mehr warten konnten.
| taking pictures in Fort Lauderdale |
| Fort Lauderdale |
Miami Beach
| Sunny road trip |
Nachmittags sind wir dann in Miami Beach an unserem Hostel angekommen. Hostels sind übrigens prima und ich kann es jedem, der es noch nie ausprobiert hat, nur empfehlen. Nachdem wir uns nochmal alle ausgeruht haben, sind wir zum Essen losgezogen um für den weiteren Abend gestärkt zu sein. Wir haben uns einige Bars empfehlen lassen, die wir dann alle einmal ausprobiert haben.
| obviously: Ocean Dr |
| Room mates with new hoodies |
Für den nächsten Morgen hatten wir uns eigentlich was Anderes überlegt gehabt. Da das Wetter aber nicht mitgespielt hat, haben wir uns zunächst den weltberühmten Oceandrive angeschaut und sind anschließend nach Miami Downtown gefahren. Wo wir dann richtig gefroren haben, da wir die einzigen in Shorts und Shirt waren. Deshalb haben wir uns auch alle gleich mit langen Sachen eingedeckt, damit wir etwas weniger frieren mussten. Als wir wieder im Hostel waren, haben wir uns informiert, was das Hostel für den Abend geplant hat (die Hostelleitung handelt mit Clubbesitzern vergünstigte Tarife aus, wenn sie eine Menge Leute anschleppen). Die Abendplanung hat sich prima angehört, also haben wir uns entschlossen, uns der Gruppe anzuschließen.
| lazy alligator in the Everglades |
| typisch Touri |
Everglades
Am nächsten Morgen ging es dann schon früh weiter um rechtzeitig in den Everglades (Nationalpark der im Sumpfgebiet liegt und Heimat der Alligatoren ist) anzukommen. Nach dem wir unseren Eintritt bezahlt haben, haben wir uns erst einmal schnell einen Überblick verschafft und uns dann entschlossen alle Trails abzufahren und auch abzulaufen. Die Trails waren jeweils Rundwege mit jeweils einer Länge von knapp einer Meile. Interessant war, dass die Landschaft recht unterschiedlich bewachsen war. Zum Einen gibt es dort das Sumpfgebiet, das typisch mit Gras bewachsen ist, zum Anderen gibt es die Pinienwälder und außerdem noch sehr dicht bewachsene Mischwälder, die schon fast urwaldartig aussahen. Miriam und Christian haben sich am Ende entschieden, eine andere Bootstour zu machen und nicht mit uns die fanboat Tour zu machen. Also sind wir fünf (Bosch und Benjamin von den Afcos) allein zur Alligatorfarm mit Alligator- und Schlangenschau, was sich als sehr tourimäßig herausgestellt hat, gefahren. Aber die fanboat Tour hat Spaß gemacht. Ein fanboat ist ein Boot, das von einem großen Ventilator angetrieben hat und somit kaum Tiefgang hat und deshalb im grasbewachsenen Sumpfgebiet problemlos bewegt werden kann.
| fan boat tour with Adrian |
Am Abend haben wir uns von den Afcos nach einem gemeinsamen Abendessen beim Mexikaner getrennt, da sie nochmal nach Miami fahren mussten, um Chrissi (Miriams Freundin) abzuholen. Chrissi ist Momentan zu Besuch aus Deutschland zu Besuch hier und kam an dem Tag in Miami an. Eigentlich sollte noch Christians Freund, Sebastian, ankommen. Er saß leider noch in Philadelphia wegen Winterwetter fest.
Key West
Am nächsten Morgen, mittlerweile schon Dienstagmorgen, sind wie vier Boschler Richtung Key West zu unserem Couchsurfinghost, Bill, aufgebrochen. Zur Mittagszeit waren wir auch schon bei ihm. Zuerst hat er uns zum Mittagessen geführt. Er hat eine Restaurantkette ausgewählt, die 24/7 geöffnet hat und eine sehr große Auswahl an verschiedensten Essen hat und deshalb schnell zu unserem Stammrestaurant wurde. Nach zwei Nächten Aufenthalt in Key West hatten wir fünf Essen auf dem Konto. ;) Frisch gestärkt haben wir dann zuerst die Afcos zu Bills Haus gelotst, da er uns eine Rundtour mit unserem Mietwagen geben wollte. Also saß er bei uns im Auto und hat Geschichten über Key West und sein Leben erzählt, was für die Afcos weniger spannend war, da die ja nicht bei uns im Auto saßen. Nach dem wir dann den Sonnenuntergang am Strand begutachtet hatten, haben wir entschieden, nach einer gemütlichen Runde auf der Veranda zur Drag Show (eine Show wo als Frauen verkleidete Männer verschiedene Lieder performen und Dollarbills entgegennehmen) weiter zu ziehen. Die Show hat sich als voller Erfolg erwiesen, weshalb wir danach noch gleich weiter in die nächste Bar gezogen und erst morgens ins Bett gekommen sind.
| the Bosch guys standing in the right sequence in the sun set of Key West |
Bill wohnt in seinem Haus nicht allein. Momentan hat er in seiner drei Zimmer Wohnung noch vier weitere Mitbewohner. In einem Zimmer wohnt ein Pärchen mit Hund. Im nächsten Zimmer wohnt ein Kerl und im Wohnzimmer ein Couchsurfer, der sich kurzerhand entschieden hat, doch länger als zwei Nächte in Key West zu bleiben. Mittlerweile wohnt er schon seit zwei Monaten bei Bill und hat zwar einen Job, hält es aber nicht für nötig, sich zu beteiligen.
| Bill's home |
Am nächsten Morgen war das Wetter endlich, wie man sich es für Miami vorstellt und es war Strand angesagt. Also sind wir nachdem wir ausgeschlafen hatten und uns bei Denny’s mal wieder gestärkt hatten, direkt zum Strand gefahren. Das Wasser war erfrischender als erwartet, aber Baden war wir trotzdem fast alle – wenn auch nur kurz. Mittags sind wir dann alle eingeschlafen und aufgewacht, als die Sonne hinter den Wolken verschwunden war, da es kalt und ungemütlich war. Also sind wir aufgebrochen und sind noch etwas durch die Stadt gezogen. Abends bei Denny’s waren wir dann endlich vollständig, da Sebastian aus Miami mit dem Bus angereist war. Key West gilt übrigens als Schwulenhauptstadt in den USA.
| Drag Show |
| bonfire |
Das heißt alle Leute sind sehr openminded und offen gegenüber anders Gesinnten. Dort gibt es auch Bars, wo man auf der Dachterrasse nackt sein Bier genießen kann. Abends haben wir Bills backyard so hingerichtet, dass wir ein ordentliches Feuer machen und den Haustrunk genießen konnten. Im Anschluss sind wir dann noch mal zur Bar losgezogen. Leider habe ich mich dann nicht dazu entschlossen meine Kamera aufzuladen. Weshalb dann am nächsten Morgen die hintere Seitenscheibe an unserem Mietwagen eingeworfen war und die Tasche mit meiner Sonnenbrille, Ersatzbrille, Kameraladegerät und Weihnachtsgeschenken gefehlt hat. Also mussten wir erst mal Mietwagengesellschaft und Polizei anrufen, bis wir dann endlich den Mietwagen tauschen konnten. Leider hatten sie dort nur noch eines zur Auswahl und wir waren mit diesem Auto unzufrieden. Deshalb haben wir am Miami Intl Airport noch mal alles umgeladen und uns einen schönen Wagen geholt.
Miami Beach
Abends kamen wir dann wieder in Miami Beach an (mittlerweile der 12/30/2010). Im Hostel hat sich gezeigt, dass es nur eine Möglichkeit gibt, alle in einem Zimmer zu schlafen und zwar zu neunt in einem winzigen Achterzimmer. Wir haben uns aber entschlossen die Herausforderung anzunehmen und wollten erst noch eine zusätzliche Matratze in die Mitte zu legen. Letztendlich haben wir uns doch dagegen entschieden und die beiden Mädels haben gemeinsam in einem Bett genächtigt. Im Laufe des Abends haben wir uns dann mit Zimmernachbarn angefreundet mit denen wir dann gemeinsam losgezogen sind um Miami Beach weiter zu erkunden. Am nächsten Morgen, den 12/31/2010, war das Wetter endlich noch besser geworden, weshalb Benjamin, Dra und ich gleich Richtung Strand losgezogen sind, um dort den Tag zu verbringen. Im Laufe des Nachmittags kamen immer wieder Diskussionen auf, ob wir denn $100 Clubeintritt bezahlen wollen oder auf gut Glück losziehen und hoffen eine gute Alternative zu entdecken. Letztendlich haben wir uns dann dagegen entschieden. Eigentlich wollten wir dann $55 zahlen um Livekonzerte von Leona Lewis und Natasha Bedingfield und das Feuerwerk zu begutachten. Allerdings war dann der gesamte Oceandrive voll mit Leuten, weshalb wir uns dann entschieden haben, den Abend mit diesen Leuten zu verbringen und uns den Eintritt komplett zu sparen.
Am nächsten Morgen, hatte wir – die Boschler – uns dann schon entschieden, entgegen dem eigentlichen Plan, nach Anderson durchzufahren und nicht noch einmal zwischendrin Halt zu machen. Das war zunächst die Idee, da wir nur einen Fahrer gebucht hatten, da Fahrer unter 25 Jahren über $250 Aufpreis gekostet hätten.
Soweit mal 10 Tage Urlaub in Kurzform. Wer noch Fragen zu Details hat: nicht zögern zu fragen. ;) Ich hab mir den ganzen Text nicht noch einmal durchgelesen. Bin ganz froh, dass ich jetzt fertig bin und noch ne Runde auf ’s Rad kann heut Abend. Deshalb freut euch über Rechtschreib- und Grammatikfehler. ;)
Bis bald … mittlerweile sind nur noch 7 Wochen übrig für mich in den Staaten!